26.03.2017

Diesjährige Kampagne Humanitäre Schule am Vikilu

Ihre Kommunikationsfähigkeit konnten Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs beim politischen Planspiel h.e.l.p unter Beweis stellen.


Konfrontiert mit einem gewaltsamen Rebellenaufstand in der Region Lufar, der seitens der Regierung Maleas niedergeschlagen wurde, suchten die Delegierten der beteiligten Länder und die Mitglieder des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) im UN-Unterausschuss Lufar unter den kritischen Augen der Presse eine Lösung für die Region.

Vertreten wurden diese dabei von den Schülerinnen und Schülern aus den Ergänzungskursen Politik-Wirtschaft. In der Rolle der Vereinten Nationen und somit als Leiterinnen und Leiter des Planspiels agierten Lotta Dörries (Jg. 12), Leander Masuch, Luisa Quednau und Annkathrin Steins (Jg. 11).

Im Rahmen der Kampagne „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes im DRK-Landesverband Niedersachsen nahmen am 08.03.2017 insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler an dem eintägigen Planspiel „h.e.l.p.“ teil. Die Abkürzung „h.e.l.p.“ steht für „Humanitäres Entwicklungs- und Lernprojekt“, in dem politisches Handeln simuliert wird. Ziel war es, gemeinsam eine Lösung für den beschriebenen Konflikt, bei dem das Humanitäre Völkerrecht verletzt wird, zu finden. Das Ausgangsszenario lässt sich wie folgt beschreiben:

Malea ist eines der größten Länder Afrikas. In der Provinz Lufar kommt es regelmäßig zu Unruhen, die Rebellenorganisation „Freies Lufar“ kämpft gegen die Zentralregierung für mehr Unabhängigkeit in ihrer Region. Maleas Milizen gehen gegen Rebellen und Zivilisten in Lufar mit brutaler Gewalt vor. Mittlerweile wird die Zahl der Todesopfer auf 400.000 geschätzt …“

Mit dieser Meldung lernten die Schülerinnen und Schüler den fiktiven Staat Malea und die darin umkämpfte Region Lufar kennen. Der geschilderte Konflikt hingegen ist nicht fiktiv, sondern in vielen Ländern dieser Welt bittere Realität.

Das Planspiel umfasst viele Bereiche, unter anderem Ressourcenkonflikte, Handelsbeziehungen und das Thema soziale Gerechtigkeit. Über 10 Stunden liefen am Planspieltag die Verhandlungen, bei denen die beteiligten Schülerinnen und Schüler ihre Kompromissbereitschaft sowie Kommunikations- und Handlungsfähigkeit intensiv geschult haben. Es wurde deutlich, wie schwierig es ist, Einigungen in Konfliktlagen zu erzielen.

Das Planspiel ist ein Bestandteil der Kampagne „Humanitäre Schule“ bei der die Frage „Wie können wir uns für mehr Menschlichkeit einsetzen?“ im Vordergrund steht.

In der zweiten Phase der Kampagne müssen die Schüler ein eigenes soziales Projekt auf die Beine stellen. In diesem Jahr fand bereits mit großem Erfolg eine schulweite Altkleiderspende statt, die den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zu Gute gekommen ist. Als weiteres Projekt ist im Juni die Gestaltung eines Vormittags im nahegelegenen Altenpflegeheim St. Monikageplant.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhält unsere Schule zum sechsten Mal in Folge die Auszeichnung „Humanitäre Schule“.




Von: Julia Ley und Svenja Sepúlveda-Arango