02.12.2017

Eine feste Burg ist unser Gott…Luther und die Kirchenmusik

3. Veranstaltung des Vikilu anlässlich des 500. Reformationsjubiläums


Am Dienstag, den 14.11.17, fand in der Mensa die dritte Veranstaltung des Vikilu anlässlich des 500. Reformationsjubiläums unter dem Thema „Luther und die Kirchenmusik“ statt. Als Referentin war Frau Pastorin Glaubitz geladen.

Anhand von vierzehn Fragen, welche nach dem Vorbild der TV-Show „Wer wird Millionär?“ gestaltet waren, präsentierte Frau Pn. Glaubitz sowohl den biographischen Bezug Luthers zur Musik, wie auch den Stand der Kirchenmusik zur Zeit der Reformation. Schülernah und anhand vieler Beispiele verdeutlichte Frau Pn. Glaubitz die Entwicklung der Kirchenmusik im reformatorischen Umfeld, welche durch den musikbegeisterten Luther angestoßen wurde.

Luther sorgte dafür, dass die Musik wieder in der Gemeinde verankert wurde und nicht länger nur Priester und Chor vorbehalten blieb: Jedes Gemeindeglied durfte und sollte gemäß Luthers theologischer Konzeption des „Priestertums aller Gläubigen“ vor und zu Gott sprechen bzw. singen, sodass bereits 1529 ein erstes Gemeindegesangbuch vorlag.

Musik war für Luther Verkündigung, und darum scheute sich der Reformator nicht, auch selbst Lieder zu komponieren, bekannte Lieder und Melodien in seinem Sinne abzuwandeln oder Freunde um neue Lieder zu bitten. Dieser Ansatz zeigte große Wirkung und trug nicht zuletzt zur Verbreitung seiner reformatorischen Ideen bei. Insbesondere das auch heute noch bekannte „Eine feste Burg ist unser Gott“ sollte zu einer Hymne des Protestantismus werden. Die Wirkung dieses Liedes wurde den Schülerinnen und Schülern leibhaftig erfahrbar, da unter der Leitung von Frau Pn. Glaubitz die Anwesenden die erste Strophe gemeinsam sangen.

Über den großen Erfolg seiner Lieder hinaus hatte seine Idee, der Musik eine zentrale Stellung zuzuweisen, weitereichende Folgen. Viele Musiker nahmen sich religiöser Themen an, vertonten diese und schufen dadurch unsterbliche Kompositionen – Bach sei hier nur als ein Beispiel genannt.

Die Schüler des Jahrgänge 10-12 erlebten einen aktivierenden und schülernahen Überblick über Luthers Wirken im musikalischen Bereich. Sie konnten daher dann auch am Ende selbstsicher und ohne Joker-Gebrauch eine umfassende Antwort auf die fünfzehnte Frage geben, die da lautete: „Was haben Sie über Luther und die Musik gelernt?“

Die Veranstaltungsreihe schließt am 15. Dezember 2017 mit einem vierten Vortrag zum Thema „Luthers Wirken aus katholischer Sicht.“


Von: Björn Schütz