19.01.2021

Fast Fashion

Der Stoff des Lebens?


Im Rahmen unseres Seminarfachs „Der verbrannte Planet“ haben wir uns in unserer Projektarbeit mit dem Thema „Fast Fashion“ auseinandergesetzt.

Du fragst dich, was Fast Fashion ist?

Der Begriff Fast Fashion kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt „schnelle Mode“. Damit bezieht man sich auf ein Geschäftsmodell vieler Modeunternehmen, die aktuelle Modetrends in großen Massen und in kürzester Zeit produzieren. So wechseln die Fast-Fashion-Unternehmen etwa 24-mal im Jahr ihre Kollektionen, sodass alle paar Wochen neue Kleidungsstücke aushängen – und zwar zu sehr günstigen Preisen.

Hast du dich schon mal gefragt, welche Folgen der Kauf deiner Kleidung hat?

Damit du deine Kleidung für wenig Geld bekommen kannst, wird sie in Ländern wie China oder Bangladesch produziert, oftmals unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und mit enormen Umweltbelastungen.

Die ArbeiterInnen in den Produktionsstätten arbeiten für sehr geringe Löhne und auch die Sicherheitsstandards werden in vielen Fällen nicht eingehalten, sodass viele ArbeiterInnen gesundheitliche Schäden (z.B. durch das Einatmen von Schadstoffen) davontragen. Neben den zahlreichen Überstunden wird auch die immer noch verbreitete Kinderarbeit bei der Fast-Fashion-Produktion in diesen Ländern häufig angewendet.

Des Weiteren wird die Umwelt bei der Herstellung von Kleidungsstücken stark belastet. Der Wasserverbrauch zum Beispiel für den Anbau von Baumwolle ist sehr hoch, die Abwässer der Fabriken gelangen in die Flüsse und verschmutzen diese und auch die entstehenden Emissionen fallen nicht gering aus. So ist die Textilindustrie für rund fünf Prozent der globalen Emissionen verantwortlich.

Wie kannst du Fast Fashion verhindert?

Eine Alternative zu Fast Fashion ist der Kauf von Kleidung mit Textilsiegeln. Diese garantieren eine ökologisch nachhaltige Produktion der Kleidungsstücke, sowie die Einhaltung von Mindeststandards. Wenn du dich anderweitig nachhaltig bekleiden möchtest, kannst du auch auf Secondhandkleidung zurückgreifen. Denn durch den Kauf von Secondhandkleidung wird das Leben der Kleidungsstücke verlängert. Des Weiteren kannst du auch alte Teile recyclen und versuchen, etwas Neues zu kreieren.

Verwerte deine Kleidung wieder!

Von Kim Treder, Christa Kohlmeier, Dielleza Nishefci, Josefa Ritter, Jacqueline Grüllich und Sarah Kinast