Latein on Tour

Rückblick auf die Italienfahrt der Latein-Fachgruppe im März 2024 an den Gardasee

Am 09.03.2024 (Samstag) machten wir uns auf an den Gardasee im Norden Italiens. Um 20:30 Uhr kamen alle 50 Teilnehmenden (Lernende aus den Jahrgängen 11, 12 und 13) voller Gepäck und Vorfreude bei RadioAktiv an, wo wir schon von Frau Tittel, Frau Bruch, Herrn Lange und Herrn Rosenbaum erwartet wurden. Als Unterstützung der „Reiseleitung“ waren auch Frau Söffker und Herr Schulz mit auf der Fahrt dabei. Um 21:00 Uhr ging es schließlich los und uns standen 16 Stunden Busfahrt durch Deutschland, Österreich und Italien bevor, die zum Glück sehr ruhig verliefen, sodass die meisten schlafen konnten. Dies hatten wir auch unserem tollen Busfahrer, dem Peter, zu verdanken, der uns die gesamte Fahrt begleitet hatte. Als wir dann am nächsten Tag um 13:00 Uhr endlich Saló erreicht hatten, sahen wir noch nichts von dem schönen Wetter Italiens, sondern es regnete in Strömen. Bei der Ankunft im Hotel ging es auch erst einmal um die Zimmeraufteilung und nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten bei der Aufteilung durften wir alle unsere Zimmer beziehen. Dann konnte jeder für sich die Stadt erkunden, allerdings am besten zunächst mit Regenkleidung. Jedoch schon um 16:00 Uhr kam die Sonne heraus, die uns bis zur Abreise begleiten sollte. Zum Abendessen gab es später Nudeln mit Soße und Schnitzel oder als Alternative zum Schnitzel Mozzarella und Ei. Leckeren Salat gab es für jeden noch dazu.

Nach der ersten Nacht in Salò, noch übermüdet von der langen Busfahrt, begannen wir den Tag (11.03.2024) mit einem klassischen, italienischen Frühstück im Hotel Betty. Trotz des frühen Aufstehens aufgrund der Klausur des zwölften Jahrgangs war dies ein gelungener Start in den Tag. Während sich die Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrganges ihren Kopf über ihren Klausuren zerbrachen, konnten die restlichen Teilnehmenden der Italienfahrt den Vormittag in Salò frei genießen. Nach der vierstündigen Klausur brachen wir als Gruppe in Richtung Mantua auf. Es standen ein Besuch des Palazzo del Te und ein Rundgang durch Mantua auf dem Plan. Für alle Interessierte konnte zudem der Dom von Mantua besichtigt werden. Passend zum sonnigen Wetter gab es für viele ein leckeres, italienisches Eis, bevor es wieder zurück nach Salò ging. Abgerundet wurde der Tag mit Risotto und Fisch in unserer Unterkunft.

Am 12.03.2024 (Dienstag) ging es dann ohne Klausurstress für uns alle nach Verona. Nach der Ankunft in Verona um 10:30 Uhr besuchten wir zuerst das bekannte und gut erhaltene antike Amphitheater der Stadt. Dort hörten wir zwei Referate über den historischen Hintergrund der antiken Arena. Beim Verlassen des Amphitheaters trafen wir auf ein verdächtig aussehendes Maserati-Treffen von etwa 20 Personen in edlen Anzügen. Herr Rosenbaum stellte die Vermutung mit einem Augenzwinkern auf, dass es sich hier um einen Mafia-Kongress handeln muss. Nach dem Besuch des Amphitheaters hatten wir etwa eine Stunde Freizeit. Dann sind wir ins „Haus der Julia“ aus dem Shakespeare-Drama „Romeo und Julia“ gegangen und haben dort zwei Referate gehört. Die Inhalte der beiden Referate waren einmal der Schriftsteller Shakespeare selbst und dann einmal das historische Vorbild für sein berühmtes Drama. Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir anschließend zum Teatro Romano, wo wir uns einen weiteren Vortrag angehört haben. Nun konnten wir freiwillig das Castel San Pietro besichtigen, wo wir eine flüchtige Chance auf Schatten nach dem ausgiebigen Genuss der italienischen Mittagssonne hatten. Nach einem weiteren Freizeitslot traten wir die Reise zurück ins Hotel an. Zum Abendbrot gab es dann klassische, italienische Nudeln mit Tomatensoße und zum Ende des Tages gab es auch noch einmal eine Chance, Proviant für den nächsten Tag in Sirmione zu kaufen.

Am vierten Tag (13.03.2024) fuhren wir mit Peter nach Sirmione. Diese schöne Stadt liegt auf einer Halbinsel im Gardasee. Herr Rosenbaum führte uns zunächst zu der Grotte des Catull, wo einige Vorträge präsentiert wurden. Dieser Ort war besonders passend, da wir im 11. Jahrgang die Gedichte des Catull an seine Lesbia zu diesem Zeitpunkt bei Frau Bruch und Herrn Rosenbaum im Lateinunterricht übersetzten sowie analysierten. Anschließend hatten wir Zeit, uns die Grotte näher anzuschauen, und konnten dabei einen wunderschönen und umfangreichen Blick auf den Gardasee genießen. Als es Richtung Stadtzentrum ging, wurde uns von zahlreichen Eisdielen mit einem ausgestreckten Löffel die Verkostung ihres Eises angepriesen, was schon etwas überfordernd, aber auch sehr lecker für uns war. Nach dem ersten Eindruck der Stadt Sirmione besichtigten wir in zwei Gruppen die Scaligerburg, welche uns wieder einen tollen Ausblick auf den Gardasee verschaffte. Dank des herrlichen Wetters konnten wir unsere restliche Freizeit genießen. Wir erkundeten weiter diese malerische Stadt, besuchten tolle Restaurants und ließen uns dort von dem italienischen Dessert „Tiramisu“ verzaubern. Danach brachte Peter uns zurück in unseren Heimatort Salò, wo uns unser Herbergsvater Enrico mit einem vorzüglichen Abendessen empfing.

Unser Tag in Venedig am 14.03.2024 startete nach dem Frühstück mit einer 2 1/2 stündigen Busfahrt. Der gute Ausblick auf die Lagunenstadt blieb zunächst leider aus, da es ziemlich nebelig war. Später kam aber wieder die italienische Sonne raus. Angekommen in Venedig war dann eigentlich eine Fahrt mit einem Wasser-Taxi zum Markusplatz geplant gewesen. Nach ausgiebigen Suchen und Warten, wurde jedoch irgendwann klar, dass das besagte Wasser-Taxi nicht mehr auftauchen wird. Stattdessen machten wir uns dann im zügigen Tempo per pedes in die Altstadt von Venedig auf, um unseren Time-Slot in der Basilica di San Marco zu schaffen. Angekommen auf dem Markusplatz haben wir dann zuerst die Basilica di San Marco besucht. Die Kathedrale war sehr imposant und ausgeschmückt, jedoch war der Platz vor der Kathedrale als auch die Kathedrale selbst sehr voll mit Touristen aus allen Ländern der Welt. Hier konnten wir den berühmten Massentourismus in Venedig live erleben und waren auch selbst Teil davon. Nach der kurzen Besichtigung hatten wir dann etwas Freizeit, in welcher viele von uns Essen waren. Zuletzt schauten wir uns noch den schönen und prunkvollen Palazzo Ducale an, in dessen Kerkern der berühmte Liebhaber Casanova inhaftiert gewesen sein soll. Danach ging unser Besuch in Venedig auch leider schon zu Ende. Wir sind dann mit dem Wasser-Taxi, welches Herr Rosenbaum glücklicherweise noch organisieren konnte, zurück zum Bus gefahren und dann ging es zurück nach Salò.

Am Tag der Abfahrt (15.03.2024) ist ein Teil der Gruppe morgens früh aufgestanden, um Eisbaden zu gehen. Herr Rosenbaum als ausgebildeter Rettungsschwimmer begleitete uns zum Gardasee, wo wir an einer schönen Stelle das Wasser betraten. Die Wassertemperatur von neun Grad Celsius war so kalt, dass man nach einer kurzen Zeit nicht mehr seine Füße spüren konnte. Nach dem Eisbaden ging es zurück zum Hotel, wo wir uns zunächst mit einer heißen Dusche aufwärmten. Danach wurde ausgiebig gefrühstückt und dann wurden die Koffer für die Abfahrt gepackt und zum Bus gebracht. Bis zum Mittagessen, es gab wieder leckeres Schnitzel in unserer Unterkunft, hatten wir dann Freizeit. Danach sind wir gemeinsam zum Bus aufgebrochen, um die Heimfahrt anzutreten. Diese dauerte diesmal 18 Stunden, sodass am 16.03.2024 um 07:00 Uhr bei RadioAktiv in Hameln ankamen. Hier verabschiedeten wir uns von den neuen Freunden, die wir auf der Fahrt gewonnen haben, mit einem typischen, italienischen „Ciao“ begleitet von vielen schönen und unvergesslichen Eindrücken von der Italienfahrt 2024 der Lateinfachgruppe des Viktoria-Luise-Gymnasiums in die Osterferien!

Verfasserinnen und Verfasser: Lernende des Lateinkurses 11a/b

Die Lagunenstadt Venedig
Verona im März
Gruppen in Verona