19.02.2022

Projekt DDR-Planspiel

Begegnungen auf verschlungenen Pfaden durch Lebensgeschichten und Systemgeschichte der DDR


Im Rahmen des Geschichtsunterrichts fand, unterstützt von der Konrad-Adenauer Stiftung, vom 7. bis 11. Februar ein DDR- Planspiel mit dem 11. Jahrgang statt.

An jeweils einem Schultag versetzte sich eine Klasse zeitlich in die Honecker-Ära der 1970er/1980er Jahre, teilte sich in drei Gruppen auf und übernahm in einer Kreisstadt der DDR die Funktion einer SED-Kreisleitung, einer Kreisdienststelle des MfS und einer Band.

Unter der Leitung von Birgit Hillmer (Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen), Uwe Hillmer (u.a. Forschungsverbund SED-Staat/ Stasimuseum Berlin/ Urheber des Planspiels) und Liam McArdle übernahmen die Schülerinnen und Schüler die jeweiligen Rollenprofile und wurden aufgefordert, verschiedene Aufgaben zu lösen und miteinander zu agieren.

Nachfolgend schildern Anna-Lena Berning und Nicole Dick ihre Eindrücke.


DDR Planspiel - aus der Sicht der SED Kreisleitung


Ich war in der Gruppe der SED-Kreisleitung.

Wir waren eine Gruppe aus sieben Schülerinnen und Schülern, was sehr schön war, denn dadurch war es viel persönlicher und auch die eher Schüchternen haben sich getraut, sich mit einzubringen.

Als erstes haben wir uns über die DDR unterhalten und unser Wissen gesammelt. Dann wurde uns noch viel über die DDR erzählt.

Da Frau Hillmer selber in der DDR gelebt hat, konnte sie uns dabei auch einen viel besseren Einblick geben, als wir ihn im Geschichtsunterricht aufgrund von Quellen je hätten bekommen können. Sie konnte auch bei allem direkt auf unsere Fragen eingehen und uns sogar Geschichten aus ihrer eigenen Vergangenheit erzählen.

Wir haben uns mit der Machthierarchie und den Gesetzen der DDR beschäftigt und dabei einen sehr guten Eindruck bekommen, wie die verschiedenen Instanzen gearbeitet haben.

Dann sind wir in das Rollenspiel eingestiegen, bei dem wir selber in der SED Kreisleitung gearbeitet haben und somit arbeiten sollten, wie es damals in der DDR der Fall war.

Die Interaktion mit den anderen Gruppen und das Einfühlen in die Charaktere der DDR hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben sehr viel über die DDR gelernt, was wir so im Geschichtsunterricht nicht hätten machen können.

Wir haben die Abläufe und die Arbeitsweise der DDR sehr gut kennengelernt und durch die praktische Arbeit werden wir dies wahrscheinlich auch nicht mehr vergessen.

Generell hat das Planspiel einen sehr positiven, bleibenden Eindruck hinterlassen und wir sind uns sicher, dass wir uns auch in ein paar Jahren noch genau daran erinnern können.

Wir können das Planspiel allen wärmstens empfehlen!

Von: Anna-Lena Berning 11c

DDR Planspiel - aus der Sicht der Band

Das Planspiel hat uns, als Gruppe „Band“, sehr viel Spaß bereitet. Leider war die Zeit knapp und wir hätten gerne noch länger gespielt. Die Situationen, in denen wir uns befunden haben, haben uns einen sehr guten und teils auch sehr intensiven Einblick gegeben, wie es damals war und wir konnten sehr viel lernen. Durch die Leitung von Frau und Herrn Hillmer und Liam konnte sich das Planspiel in die „richtige“ Richtung entwickeln und wir waren an kaum einer Stelle des Tages wirklich verloren. Wir sind froh, dass wir uns kreativ ausleben konnten, indem wir Songtexte schreiben und ein Logo entwickeln durften. Laut unserem Betreuer Liam ist es normalerweise nicht üblich, dass die Bandgruppe Logos für diese entwickelt. Nachdem wir uns für einen Bandnamen entschieden haben, kam die Idee mit dem Logo, da wir privat auch sehr kreativ sind und zwei der Gruppe haben das Design übernommen.

Von: Nicole Dick 11e